Wirte sagen NEIN zum Energiegesetz

Wirte sagen NEIN zum Energiegesetz
12. April 2017 Energieinfo

Gerade bei den energieintensiven Restaurant- und Hotelbetrieben machen die Energiekosten einen erheblichen Anteil an den Gesamtausgaben aus. Mit der Energiestrategie 2050 würden sich die Kosten für Energie stark erhöhen.

Um die überambitionierten Ziele der Energiestrategie zu erreichen, müssten auch alle Ölheizungen ersetzt werden. Solche Totalsanierungen wären das Aus für viele kleine Restaurants und Hotels.

Gastgewerbe wird geschwächt

Das Gastgewerbe steht mit dem starken Franken schon heute zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Noch höhere Kosten durch teureres Benzin und Diesel, höhere Stromkosten und mehr Energieabgaben schwächen die Betriebe im grenzüberschreitenden Wettbewerb weiter.

«Wir dürfen uns nicht den eigenen Ast absägen»

Bereits heute fliessen mit dem Gastronomie- Tourismus 4 Milliarden Franken jährlich ins benachbarte Ausland ab. Geld, welches dem Schweizer Gastgewerbe schmerzlich fehlt. Gerade Grenzkantone sind hiervon stark betroffen. Und mit dem neuen Energiegesetz würde es sie noch stärker treffen, weiss Ruedi Bartel vom Restaurant Krone in Balterswil, Thurgau: «Wenn unsere Gäste immer mehr für Benzin, Heizung und Strom zahlen müssen, dann sparen sie zuerst beim Essengehen. Meine Gäste würden deshalb seltener kommen. Der Anreiz, im nahe gelegenen Konstanz (D) günstiger zu speisen würde noch verstärkt. Wir dürfen uns mit dem Energiegesetz nicht den eigenen Ast absägen!»

Stromausfälle wären für Restaurants verheerend

Doch mit den höheren Kosten ist es noch nicht genug. Zudem wird die Versorgungssicherheit besonders in den kalten Wintermonaten gefährdet. Man stelle sich vor: Einen Stromausfall während dem Mittagsservice bei vollem Restaurant – für das Gastgewerbe ein schlimmes Szenario, welches sich ereignen könnte. Deshalb sagt das Gastgewerbe NEIN am 21. Mai!

«Gasthaus Krone» Balterswil

Mit seiner Frau Maria empfängt Wirt Ruedi Tourismus und Gastgewerbe sagen NEIN zum ENERGIEGESETZ 6 Bartel seit 30 Jahren die Gäste im Gasthaus «Krone» im hinterthurgauischen Balterswil. An fünf Tagen in der Woche öffnet er morgens um 6 Uhr und verwöhnt seine Gäste bis in die späten Abendstunden mit regionalen Speisen. Auch einen Partyservice bietet der umtriebige Wirt.

Kurzportrait

GastroSuisse ist ein Schweizer Arbeitgeberverband des Gastgewerbes. Er zählt rund 20’000 Mitglieder aus der Hotellerie und der Gastronomie und ist damit der grösste gastgewerbliche Arbeitgeberverband der Schweiz. Der Verband lehnt das Energiegesetz ab, weil es die gastgewerblichen Leistungen verteuert und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie und Gastronomie schwächt.

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