Autofahrer werden zur Kasse gebeten

Autofahrer werden zur Kasse gebeten
12. April 2017 Energieinfo

Wussten Sie, dass es beim neuen Energiesetz nicht nur um die Stromversorgung unseres Landes geht, sondern auch um die Nutzung von Öl, Gas, Benzin und Diesel? Gerade in diesem Bereich soll es nämlich künftig die markantesten Umerziehungsmassnahmen und Vorschriften geben.

Einmal mehr wird es dabei der Autofahrer sein, der einen grossen Teil der von Bundesbern verursachten Milliardenkosten und Einschränkungen tragen muss.

Nur noch jeden zweiten Tag Autofahren?

Das wichtigste vorweg: Autofahren wird mit der Energiestrategie des Bundes nicht nur verteuert, sondern auch eingeschränkt. Anders sind die Ziele, den gesamten Energieverbrauch (Heizöl, Benzin, Gas etc.) in den nächsten 18 Jahren um 43 Prozent faktisch zu halbieren, gar nicht erreichbar. Drastische Massnahmen sind also absehbar. So ist etwa im Parlament bereits ein Vorstoss (17.3081) hängig, der Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2025 verbieten will. Eine Kontingentierung der Reisetätigkeit, Geschwindigkeitsreduktionen oder nur noch jeden zweiten Tag Autofahren, werden wohl zwangsläufig folgen. Gemäss dem Klima-Abkommen von Paris muss die Schweiz zudem ihren CO2-Ausstoss bis 2030 (verglichen mit 1990) um 50 Prozent senken. Die dazu nötigen Massnahmen werden vor allem die beiden heute schon stark mit Abgaben belasteten Energieträger Heizöl und Benzin treffen.

Autofahren nur noch für Reiche?

Die Aufrüstung «nach dem neuesten Stand der Technik» ist in praktisch allen Gesetzen vorhanden. Das erwähnte Verbot der Verbrennungsmotoren oder etwa die Senkung der CO2-Emmissionen bei Personenwagen auf 95 g/km (aktuell 130 g/km) bis 2020 zeigen, in welche Richtung es geht. Die Wirtschaft und die Bevölkerung werden gezwungen, voll funktionsfähige Fahrzeuge vorzeitig zu ersetzen. Das ist teuer und aus ökologischer Sicht blanker Unsinn (Stichwort «Förderung der Wegwerfgesellschaft »).

Staatliche Abzockerei der Autofahrer

Nach der gescheiterten Erhöhung des Preises der Autobahnvignette, wurden sofort Forderungen nach einer «Innenstadtmaut» und «Mobility Pricing» laut. Es geht dabei um nichts anderes, als um Wegzölle in modernem Gewand. Diese werden derzeit in Bundesbern diskutiert. Gleichzeitig können die Auto-Fahrtkosten zur Arbeit nicht mehr voll von den Steuern abgezogen werden. Und die im Zusammenhang mit dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs- Fonds vorgesehene Erhöhung der Mineralölsteuer um 4 Rappen wurde erst im Februar 2017 beschlossen. Die Autofahrer befinden sich im Schraubstock des Staates. Und die Politiker drehen munter weiter daran.

Randregionen besonders betroffen

Der Literpreis für Diesel und Benzin wird mit der Energiestrategie 2050 um weitere 26 Rappen steigen. Bei einem Auto mit 8 Litern Verbrauch auf 100 Kilometer und 20’000 gefahrenen Kilometern im Jahr, kostet diese Treibstoffsteuer den Autofahrer jährlich 416 Franken zusätzlich. Der Bund will Autofahrer dazu zwingen, auf schwächere Motoren oder den öffentlichen Verkehr umzusteigen. Wer in Rand- und Bergregionen wohnt, wird besonders hart getroffen. Verringern dürfte sich damit auch die Reiselust und das trifft unseren Tourismus, welcher bereits heute harte Zeiten erlebt. Mit dem erzwungenen Umstieg auf Elektromobilität wird der Energieverbrauch zudem nicht gesenkt, sondern einfach von Benzin auf Strom verlagert. Für die Energiestrategie 2050 bluten wird somit wiederum der bereits heute arg geschröpfte Auto- und Motorradfahrer. Deshalb: Nein zum Energiegesetz.

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